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Frankfurt-Cincinnati-Los Angeles-Panama-Quito.Ich bin am
Do., 4.12.08 nach einigem durcheinander am Ffm.Airport und Verspaetungen zweier
Fluege durch starken Sturm, langem warten in L.A. nach 30 Std. on tour in Quito
gelandet. Ein kleines Abenteuer, den der Airport Quito liegt direkt in der
Stadt und man fragt sich: wo will das Flugzeug landen vor lauter Hauesern?
Ich wurde am Airport von meiner
Gastfamilie abgeholt, wo ich die naechsten Wochen leben, essen und schlafen
werde. Eine junge schwangere Frau Gabriela, ihr Mann Francesco, ein kleiner
2-jaehriger Junge Christopher und im Haus lebt noch die Mama von Gabriela und
ein Hund. Freitags ging es gleich mit spanisch lernen los. Die Schule Atahualpa
ist nur 3 Gehminuten von der Gastfamilie weg. Die ersten Tage hatte ich
ziemlich mit Schwwindelattacken und Uebelkeit zu kaempfen, weil Quito in ueber 2000 m Hoehe liegt. Nun hab ich mich mittlerweile dran gewoehnt. Ich
bekomme taeglich 3 Mahlzeiten in meiner Familie und habe dort ein eigenes
grosses Zimmer. Unter der Dusche vermisse ich immer Deutschland...man kann das
warme Wasser nur erahnen..aber man gewoehnt sich dran! Ich habe taeglich 4 Std.
Spanischunterricht. Es macht sehr viel Spass! Mittags habe ich die letzten Tage
die Stadt erkundet oder war im Internetcafe, was hier nur ca. 80 Cent die
Stunde kostet.
Ab naechster Woche nehme ich nachmittags an einem Kulturproframm
teil, was von der Schule angeboten wird. Ein Professor zeigt dir alles
sehenswerte in Quito und dabei lerne ich spanisch. Viele Schueler nehmen
nachmittags an den Projekten in Kinderheimen, Kindergarten, Krankenhaus oder
mit Strassenkindern teil. Aber das entscheide ich spontan!
Das Wetter in Quito ist sehr
wechselnd fruehlingshaft! Morgens bis mittags oft sonnig, manchmal nachmittags
leichte bis starke Regenfaelle. Die Menschen sind alle sehr freundlich denen
ich bis jetzt begegnet bin!
Mitte Dez. Ich hatte eine Woche Kultur von der Schule aus gebucht und mein
Lehrer ist mit mir nach dem Unterricht zu den Sehenswuerdigkeiten von
Quito gegangen.Ich besuchte die Universitaet von Quito, Krankenhaeuser(gibt ihr
einige), 3 Maerkte, im kolonialen Teil von Quito Plaza de la
Independicia, einige Kirchen (Quito hat sehr viele-vor allem katholisch)
Plaza San Francisco, die Jesuitenkirche, Basilica la Merced, den
Regierungspalast, Itchimbia, ein Tag fuhren wir nach Sangolqui und
besuchten dort eine Kirche. Da der Lehrer Juan den Pfarrer kannte,
durften wir bis hoch in die Kirchturm zu den Glocken klettern...und den tollen
Ausblick geniessen. 2 Tage vor Weihnachten wechselte ich meine
Gastfamilie. Meine Familie sprach nie mit mir spanisch, weil ich immer
alleine essen musste oder sie nicht daheim waren. Ausserdem gab es noch
mehrere Gruende..warum mein Lehrer organisierte das ich wechselte. Nun
hab ich Weihnachten in meiner neuen Gastfamilie verbracht und wir
fuhren gemeinsam zu Verwandten und es wurde gebetet, gesungen, beschert
und bis morgens um 1 Uhr gegessen...Ein Tag vor Weihnachten hatten wir
mit der Schule, allen Lehrern, ihren Familien und 4 europaeischen
Schuelerinnen und meiner Familie ein Weihnachtsfest in dem Ferienhaus
der Chefin der Schule. WIr spielten Fussball, Volleyball(natuerlich
immer Schueler gegen Lehrer) und es wurde getanzt, gemeinsam
gegessen...Am 24. und 26. 12 hatte ich morgens Unterricht.
Am 27.12. machte ich mit einer Schuelerin Sara und dem Chef der
Schule einen Tagesausflug nach Otavalo. Von Quito 2 Std. entfernt. WIr
hielten an vielen interessanten Plaetzen. So z.B.an der Aequatorlinie, am
Lago San Pablo, Cayambe, Markt in Otavalo, einem grossen Wasserfall Cascada
de Peguche, Cuicocha wo sich eine Krater- Lagune befindet...Dort fuhren
wir mit dem Boot einmal um den Vulkan...gegen Abend kamen wir dann
erschoepft in Quito an. Es war ein toller Tag mit vielen schoenen
Naturereignisen...
Silvester 2008
In Ecuador wird Silvester vergleichbar wie bei uns Carneval
gefeiert. Die Menschen verkleiden sich. Ziehen Masken an und in Quito
gibt es auf der Calle de Amazonas ein riesen Strassenfest mit vielen
Staenden. Unsere Schule veranstaltete mittags nach dem Unterricht mit
uns ein Silvesterfest. Wir mussten uns verkleiden und die Leute auf dem
Strasse und die Autos anhalten und um Geld bitten. Die Maenner
verkleiden sich an diesem Tag als sexy Frauen im Minirock und bitten um
Geld bei den Autofahrern. Sie tanzen auf den Strassen erst, sodass du
nicht weiterfahren darfst, bevor du nicht Geld gegeben hast. Kostete
uns viel Geld und viel Zeit an dem Silvesterabend die Verwandten meiner
Gastfamilie zu besuchen. Aber wir hatten viel Spass. Es wird wie an
Weihnachten erst sehr spaet gegessen und um 24:00 Uhr wird dann mit
Sekt angestossen und jeder muss 12 Weintrauben essen. Sie bringen
Glueck fuer das kommende Jahr. Ausserdem ist es Brauch an Silvester
gelbe (fuer Glueck) oder rote (Glueck in der Liebe) Unterwaesche zu
tragen, die es schon Tage vorher ueberall zu kaufen gibt. Nachts
nachdem Anstossen wird auf die Strasse gegangen und jedes Haus hat eine
mit Papier gestopfte Puppe(siehe Bilder) und verbrennt sie auf der
Strasse. Somit wird das alte Jahr hinter sich gelassen. Feliz año!!!Am
Sonntag geht es fuer 5 Tage ans Meer in Atacames. Natuerlich mit
Spanischunterricht. Dann bin ich noch 2 Wochen in meiner Gastfamilie
und geh dann noch fuer 3 Wochen als Volunteer in den ecuadorianischen
Kindergarten und lebe in einer WG. Mein Lehrer kommt dann nach der
Arbeit ins Haus fuer den Spanischunterricht.
Vom 4.1.-9.1.09 Atacames
Am 4.1.abends um 23 Uhr fuhren wir mit dem Autobus los. 1 Woche
Atacames mit Sprachunterricht. Wir kamen morgens um 6 Uhr an und fuhren
mit dem Taxi ins Hotel. Dort fruehstueckten wir und Alex(mein Lehrer)
unterrichtete 4 Std. Spanisch. Danach gingen wir an den Strand und ich
badete im Meer. Es war relativ warm. Also leider keine Abkuehlung! Da
zu dieser Zeit nicht viele Touristen da sind, war es sehr leer am
Strand. Nach dem Abendessen liefen wir ins Zentrum und besuchten einen
Markt und eine Bar. Ich hatte in den 5 Tagen jeden Tag 4 Std.
Spanischunterricht. Mittags besuchten wir ein Fischerdorf Sua, gingen
an den Strand oder wanderten ein Mittag auf einen kleinen Berg in der
Naehe. Morgens gingen wir am Strand joggen. Am Donnerstag wollten wir
abends tanzen gehen, aber in ganz Atacames war der Strom ausgefallen.
Sodass wir nur einen Caipi in einer Bar bekamen, die mit Kerzenlicht
improvisiert hatte. Am Freitag ging es nach dem Mittagessen wieder mit
dem Bus nach Quito.
Am 24.01. bin ich in das Voluntariatshaus in Fajardo gezogen. Ein
kleines Dorf in der Naehe von Sangolqui....viele Hunde gibt es hier auf
den Strassen und auf meinem Weg in den KIGA...bin nun von meiner
Hundeangst geheilt:-)ansonsten ist hier nur ein kl. Internetcafe-total
lahm, eine Kirche, 2 MInilaeden...und 3 x die Woche kann man auf
dem Marktplatz frischen Fisch kaufen...ansonsten ist es hier echt
tote Hose...Im Haus lebe ich mit einer Oesterreicherin und einer
Deutschen und ab der zweiten Woche sind wir nur noch 2 Deutsche. Ich
gehe taeglich von 8-12 Uhr in den KIndergarten hier und helfe dort. DIe
Kinder sind aus sehr aermlichen Verhaeltnisen. Es ist eine Art
Vorschule. Ich darf den Kinder etwas Englisch und Deutsch beibringen.
Ich habe sehr viel Spass mit den Kindern und es ist nicht zu
vergleichen mit Afrika. Danach habe ich immer noch im Voluntariatshaus
Spanischunterricht 4 Std. Werde hier 3 Wochen bleiben und dann geht es
auch schon nach Guatemala. Naechsten Samstag besuche ich den Cotopaxi.
EIner der bekanntesten (zweithöchste 5897m) Berge hier in Ecuador!
31.1.-14.2. Ich war nun 2 Wochen im Kindergarten/Fajardo tagsueber 4 Std. und hatte
nachmittags 4 Std. Spanischunterricht im Voluntariatshaus. Die Arbeit
im Kindergarten hat sehr viel Spass gemacht. Die Kinder kamen teilweise
aus sehr armen Verhaeltnisen, unterentwickelt... Sie sind 5 Jahre alt
und es ist ein Art Vorschule. Der Abschied fiel mir schwer..ich hab sie
alle in mein Herz geschlossen und ich bekam von allen 23 Kinder eine
Kuss auf die Backe zum Abschied und sie wuenschten mir eine gute Reise
nach Guatemala :-) Am 13.2. war von der Schule nochmal ein kleines
Fest mit allen Schuelern und Lehrern. Sie feierten hier den
Valentinstag! Tag der Liebe und Freundschaft! Es gab sogar
Meerschweinchen auf dem Grill-was mich an mein frueheres Haustier
erinnerte-und ich brachte es nicht uebers Herz es zu probieren, obwohl
es hier eine absolute Delikatesse ist. Heute morgen habe ich dann
das Voluntariatshaus verlassen und bin zu meiner Familie in Quito
zurueck. Von dort aus geht es morgen frueh (15.2.09) nach Guatemala.
Die 10 Wochen in Ecuador gingen sehr schnell um und ich habe die Zeit
hier genossen. Die Menschen, die mir auf meinem Weg begegnet sind-
waren immer sehr freundlich und sowohl in der Stadt(Quito/Sangolqui)
als auch in dem kleinen Dorf (Farjardo) oder meinen kleinen
Wochenendtrips, hab ich mich sehr wohl gefuehlt. Ich habe viele
interessante Menschen kennengelernt, hatte nette Lehrer, hab viel
Spanisch gelernt, hatte ein schoenes herzerfreuendes Projekt mit den
Kindern im Kindergarten, habe interessante Stellen in Ecuador
besucht...nun freu ich mich auf die neue Herausforderung in Guatemala
fuer die Rudolf-Walther-Stiftung.
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