Reisebericht

 

HomeNamibiaEcuadorGuatemalaLinksGästebuch
[Reisebericht] 
[Bilder] 

 

3.9.- 4.9.08  Marybeth holte mich am Airport ab und wir fuhren dirket zum Center in Katutura. Die Kinder freuten sich,mich zu sehen. Viele begruessten mich, stellten sich vor, fragten nach meinem Namen. Marybeth zeigte mir das Center (katholisches Aids-center mit einem after-school projekt). Es ist ein tolles Projekt. Kinder kommen nach der Schule dorthin, bekommen essen, lernen Soccer(Fussball) Tennis, Schwimmen, Basketball spielen, lernen Lesen. Sie werden so vor den Gefahren auf der Strasse bewahrt...in Katutura ist eine hohe Kriminalitaet, Prostitution, Alkoholiker, Drogenabhaenige, eine hohe Aidsrate...man spuert bei vielen Kindern, was sie Schlimmes erlebt haben und taeglich zu Hause erwartet...Abends fuhren wir mit Marybeth mit 2 anderen deutschen Volunteers in ihr gemietetes Haus in Windhoek City. Sie lebt dort mit 3 Indern und 1 Amerikaner und laesst dort die Volunteers vom Center schlafen. Ich lebe in der WG mit 2 deutschen Maedels, 1 Afrikanerin, 1 deutschen Student, 1 Daenen. sie sind alle total nett und lustig!

5.9.08 Die 2 deutschen Maedels - Franzi und Steffi - zeigten mir das Internetcafe, Einkaufszentrum, etc...Internet ist hier sehr teuer...1 Std. -32 namibische Dollar, sind ca. 3 Euro fuer eine Std. Im Supermarkt gibt es eine sehr grosse Auswahl an Essen. Unser  Haus ist mit hohen Gittern ums Haus und Gitterfenstern und 3 grossen Schloessern gesichert. Man kann in Windhoek sogar das Leitungswasser trinken, schmeckt etwas nach Chlor, aber wenigstens muss man zum Zaehne putzen, Salat waschen etc. kein extra Wasser kaufen...obwohl ein 5 l Kanister nur ca. 1 Euro kostet...Es ist sehr warm in Windhoek, aber es geht immer wieder etwas Wind und das ist sehr angenehm...alle Volunteers kaempfen mit einem trockenen Mund und die Nasenschleimhaeute sind sehr gereizt...von Montag bis Freitag  von 13-17 Uhr sind alle Volunteers taeglich im Center, abends sind wir meistens alle sehr k.o. Abends basteln wir in der WG manchmal noch Spiele fuer das Center.alle Spiele im Center sind selbstgebastelt. Kinderspiele sind in Namibia sehr teuer und das kann sich keiner leisten.

6.9.08  Marybeth holte uns zu Hause ab fuer ins Center, normalerweise fahren wir mit dem Taxi (kostet 1 Fahrt Windhoek City - - Katatura ca. umgerechnet 80 Cent). Die Taxifahrt ist immer sehr abenteuerlich und alleine als Frau nicht zu empfehlen. Wir fuhren an dem Tag mit Marybeth bei einem Freund vorbei, ein Deutscher. Er hat ein Hotel - UHLAND-HOTEL - sehr schoen. Er hatte Gaeste aus England die Marybeth Kleider fuer die Kinder mitgebracht hatten und wir abholten...der Besitzer des Hotels lud uns ein fuer einen Tag als Freunde des Hauses ein ihren Pool mitzubenutzen...freu mich schon...

7.9.08  Franzi, Steffi und ich fuhren nach Katutura um den Kids beim Soccer spielen zuzuschauen. das findet jeden Samstag statt. danach gingen wir ins Center mit ein paar Kids. Dort ist Samstag immer ein Lehrer, der die Kinder unterrichtet. Danach fuhren wir heim und kauften Essen fuers Wochenende.

10.9.08 Franzi(aus der WG) und ich waren mit 6 Kids aus dem Center im Schwimmbad zum schwimmen lernen.Sie hatten alle sehr viel Spass.das Schwimmbad in Katutura hatte eine tolle Aussenanlage...

11.9.08 Heute machte ich mit Franzi, Mikkel und Torva(eine Einheimische) eine Tour durch Babylon. ist noch etwas schlimmeres Slamgebiet als Katutura. Torva hat frueher dort in einer Schule mal unterrichtet. die Tour war sehr interessant. Wir waren auf der Fahrt noch in einem anderen Projekt und besuchten dort die Kids...sie werden dort teilweise auch handwerklich ausgebildet...es ist ein hollaendisches Projekt. Strukturierter als das Aids-projekt wo ich gerade bin.    Ich darf jetzt taeglich beim Suppe austeilen in der Kueche helfen...es ist schoen, die erfreuten Kindergesichter zu sehen, wenn sie ihre Suppe erhalten...

13.9.08 Ich machte mit Leuten aus der WG eine Tour durch Windhoek...hier gibt es die Christuskirche und viele andere Gebaeude aus der Kolonialzeit...war sehr interessant...aber die Gegend ist nicht gerade so vertrauenserweckend und man sollte sowieso als Frau am Wochenende nicht unbedingt durch solche Strassen laufen...ich war froh, als ich wieder daheim war...Man ist hier als Frau schon sehr eingeschraenkt in seiner Freiheit. ab 17 Uhr nicht mehr alleine auf die Strasse...am Wochenende garnicht ohne Begleitung eines Mannes oder Einheimischen...unser Haus ist mit 3 grossen Schloessern und einem Securitymann im Nachbarhaus(grosser namibischer Fernsehsender) gesichert...

14.9.08 Wir waren in Katutura in der Kirche...ich wollte es mal erlebt haben...aber leider war-wie eigentlich versprochen-kein Gospelsingen - an diesem Tag. Es wurde nur in 2 afrikanischen Sprachen der ganze Gottesdienst gesprochen.....das war sehr langweilig. Viele Kids in der Kirche beruehrten meine Haare, meine Haut....es war okay...bin es aus dem Center schon gewoehnt...aber werde an einem anderen Sonntag nochmal mit Torva in ihre Gemeinde gehen und dort soll die Kirche richtig viel mit Gospel und auf englisch sein...

22.9.08 Ich war mit Franzi und Torva im Goverment Office Park WIndhoek zu einem Vortrag  LAND MATTERS. Dort waren viele grosse deutsche Entwicklungshilfsorganisationen geladen. Ein deutscher Produzent (Thorsten Schuette)praesentierte seinen Film. Es ging ueber die Farmer und ihre Entwicklungschancen. War ganz interessant. Danach gingen wir in Joes Beerhouse mit allen aus der WG essen. Man findet es in jedem Reisefuehrer. Dort kann man lecker essen und WIndhoek Bier trinken. Das BIer bekam gerade eine Auszeichnung, als das beste Bier der Welt!!!

25.9.08 kamen 2 neue Volunteers aus Schweden und am 26.9. ein Mexikaner und ein Deutscher. Nun ist das Haus voll.

vom 27.9-29.9.08 fuhr ich mit 2 Leuten aus der WG und einer guten Safariorganisation zum Ethosa-Nationalpark. Wir hatten einen Safaribus mit 16 Leuten und 1 Guide und ein Assistant Guide. Unsere Reise begann um 8 h ab Windhoek City. Auf dem Weg machten wir einen kurzen Stop for lunch und sahen Paviane am Strassenrand. WIr kamen am spaeten Nachmittag in Ethosa, Okaukuejo an. Dort bauten wir unsere Zelte auf und fuhren in der Naehe zu einem Waterhole um Tiere zu sehen. Auf dem Weg stand auf einmal ein riesen Elefant. WIr erschreckten alle...er kam immer naeher...irgendwann fuhr unser Guide dann rueckwaerts. Aber der Elefant kam immer naeher...es war schon ein wenig beaengstigend fuer alle. Aber er weddelt mit seinen Ohren, was wohl als Zeichen noch nicht gefaehrlich ist. Nachdem wir dann einige Meter rueckwaerts gefahren sind, lief der Elefant links an uns vorbei. Wir waren alle sehr erleichert. Nach dem game drive fuhren wir zum Camp zurueck und konnten dort duschen, essen und im dunklen direkt am Camp ein paar Tiere an der Wasserstelle beobachten.siehe Bilder Dort sahen wir Nashoerner-was wohl echtes Glueck ist GIraffen, Elefanten, Zebras und Steinboecke.

Am naechsten Tag mussten wir um 6:30h aufstehen. Zelte abbauen, Fruehstuecken und dann los zum game driving. Man sieht bei der Hitze die Tiere am Besten morgens oder abends wenn es noch nicht so heiss ist oder schon abkuehlt. Wir fuhren den ganzen Tag durch den Ethosapark und machten immer an den waterholes oder wenn wir Tiere am Rand sahen stop.  MIttags stoppten wir im Halali Camp um dort zu MIttag zu essen, schwimmen zu gehen im Pool...Danach fuhren wir weiter und sahen Loewen, wie sie gerade ihre Beute -ein Zebra- verspeisten. Unser Guide war happy, denn es ist Glueck, wenn man Löwen so nah sieht. WIr fuhren an der grossen Ethosa-Pan vorbei und sahen viele Pelikane, Flamingos im Wasser. Abends kamen wir dann im Namutoni Camp an um dort unsere Zelte aufzuschlagen, zu essen, ...und auch dort gab es direkt am Camp ein waterhole, wo wir Tiere beobachten konnten.

am 29.9.08 um 6:30h aufstehen. Zelte abbauen. Danach fuhren wir heim. Es ist ein langer Weg vom Norden Namibias, wo der Ethosapark liegt, nach WIndhoek. Und so sassen wir den ganzen Tag im Safaribus. Zwischendurch machten wir ein lunch und hielten nochmal in einem Dorf, weil wir einen platten Reifen hatten...Gegen 18 h waren wir dann in WIndhoek . Es war ein interessanter Trip!.

10.08 Nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich mich entschieden habe das warme,facettenreiche Namibia zu verlassen. Früher als geplant. Aber nachdem ich erfahren habe , dass ich die letzten Wochen als Einzigste im Projekt und alleine in Haus leben müßte,war mir die Gefahr zu gross weiter in Windhoek und Katutura zu bleiben. Nachdem noch 2 Vollunteers mit dem Messer bedroht wurden,war einfach die Gefahr für mich zu groß. Hier ging es um mein Leben! Ich habe viele wundervolle Kinder  in der Aids-Stiftung kennengelernt und habe viele schöne und weniger schöne Erfahrungen in Namibia gemacht! Ich finde als Tourist - in einem abgesicherten Hotel und mit geplanten Touren von Organisationen - ist es ein wunderschönes Land, aber als Helferin, Weisse und zusätzlich als Frau einfach zu gefährlich!... nun wartet das kalte Germany für ein paar Wochen auf mich .. und dann wird auch schon der Koffer für Süd- und Mittelamerika gepackt:)!

 

   


Copyright (c) 2008 Wolf-Dieter Siebeneicher Alle Rechte vorbehalten.

dieter.siebeneicher@web.de